Der Blog des VSStÖ – Innsbruck
ACHTUNG ZENSUR: ÖVP-AG wandelt auf Metternichs Spuren!
Eine der Kernaufgaben der Studienvertretungen ist zweifelsohne die Informationsweitergabe an die von ihr zu vertretenden Studierenden. Im Zeitalter der Technik sind Email-Aussendungen das Mittel der Wahl um Information schnell und problemlos weiterzuleiten. Wenn eine STV eine Email an „ihre“ Studierenden senden will läuft das in der Regel folgendermaßen ab: Die Mail wird an die ÖH-Exekutive (derzeit von der ÖVP-AG gestellt) geschickt mit der Bitte um Aussendung, diese leitet die betreffende Mail per VIS (Verwaltungs Informations System der UNI Innsbruck) an den entsprechenden Mailverteiler weiter und die Email muss dann noch von der Universität freigegeben werden.
Dieses komplizierte Verfahren hat bisher ohne größere Probleme funktioniert, bis letzte Woche einige STVen „ihre“ Studierenden über den aktuellen Stand der Protestbewegung, die u.a. die Sowi-Aula besetzt hält, informieren wollte. Keines dieser Emails ist bis heute bei den Empfänger_innen angekommen. Eine der betroffenen STVen erhielt auf Nachfrage die Antwort, dass diese weitergeleitet wurden und „erst von höchster Stelle abgesegnet werden müssen“. Die Nachforschungen seitens der STV ergaben jedoch ein völlig anderes Bild: Keine einzige Email wurde per VIS an den Univerteiler weitergeleitet. Davon abgesehen, dass diese Formulierung mit „höchster Stelle“ wohl bewusst das Rektorat diffamieren will ist die einzige „höchste Zensurbehörde“ die ÖH-Exekutive selbst.
Es ist einfach unfassbar, dass die ÖVP-AG im metternichschen Stil Informationen unterdrückt und die Protestbewegung mit allen Mitteln zu bekämpfen versucht. In das selbe Bild passen die Aktivitäten von zwei ehemaligen hohen AG Funktionär_innen, die aufgrund einer vom Rektorat autorisierten Email-Aussendung der Sowi-Aula Besetzer_innen Anzeige beim Datenschutzrat erstatteten. Hier wird deutlich, dass die AG nicht die Studierenden, die lt. Meinungsumfragen mit einer Mehrheit von 73% hinter den Protesten stehen, vertritt, sondern in erster Linie die Anliegen ihrer Mutterpartei ÖVP, die als einzige im Parlament vertretene Partei offensichtlich keinerlei Handlungsbedarf sieht und ständig versucht die Protestbewegung zu diskreditieren.
| Artikel drucken | Dieser Beitrag wurde von Stefan Gasser am 19. November 2009 um 13:19 veröffentlicht und unter Allgemein abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Du kannst eine Antwort schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Seite hinterlassen. |
