Der Blog des VSStÖ – Innsbruck
Muggi
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Beiträge von Muggi
Kommentar zur Wahl
29. Mai
Mit gemischten Gefühlen habe ich das Ergebnis (AG gewinnt, GRAS verliert, wir bleiben in etwa gleich) gestern zur Kenntnis genommen.
Ich (und mit mir sicher die Mehrheit des VSStÖ) bin felsenfest davon ausgegangen, mindestens ein Mandat dazu zu gewinnen. Insofern war ich natürlich etwas entäuscht, dass dem nicht der Fall ist. Dennoch kann man eigentlich schon zufrieden sein, wenn man mandatsmäßig gleich bleibt.
Wirklich enttäuscht bin ich nur über die Wahlbeteiligung. Ich empfinde es schon als schlimm, wie wenig die Leute die wichtige Arbeit, die die ÖH leistet, interessiert. Wählen zu gehen, ist finde ich, schon zumutbar.
Nun, nach der Wahl, stellt sich aber automatisch die Frage, was man besser hätte machen können. Ich bin da für Anregungen sehr dankbar.
Und natürlich kann und muss man auch darüber diskutieren, warum die AG gewonnen hat; wir die Gesellschaft unpolitischer, hat die GRAS schlecht mobilisiert, hat die Führung der ÖH durch die AG tatsächlich den Ausschlag auf das Ergebnis gehabt (im positiven Sinn für die AG) oder war es das bundespolitische Klima (der Gegenwind und der Hick-Hack innerhalb der grünen Partei)? Oder alles?
lg
Skandalöses RFS – Saufgelage vor der Uni
19. Mai
Unmögliche Szenen spielten sich gerade eben vor der Hauptuni ab. Wenn eine handvoll Menschen da sitzen und sich besaufen, bin ich der letzte, der etwas dagegen hat. Wenn diese zwei Dutzend dabei aber einen höllenlärm machen und grölen wie die ärgsten Bauern, und das um sechs Uhr Nachmittag vor der Uni, dann schaut die Sache schon anders aus. Und wenn dann primitivste Lieder (“Zipfl eini, zipfl aussi, aber heit gehts guat”) vom besten gegeben werden, garniert mit ungefähr 30x “dem Land Tirol die Treue” in stets der gleichen Version, dann hört mein Verständnis auf. Wir jedenfalls, die wir im 2. Stock eine (um unnötigen Kommentaren zuvor zu kommen: sehr gut besuchte) Filmvorführung veranstalteten, verstanden uns in der anschließenden Diskussion teilweise selbst nicht. In Erinnerung blieb mir auch noch die eine armselige Gestalt, der alleine aufs WC ging und am Weg hin, währenddessen und am Rückweg so laut grölte, das man ihn in zweiten Stock noch hörte. Aber so scheint er zu sein, der RFS – Wahlkampf: Man zeigt, dass man die drei Bier trinkt, die man sich bestellt, und, dass man auch ohne Konzept laut sein kann.
Das e-Voting hat begonnen…
19. Mai
… und abgesehen von den berichteten Ausfällen in Wien ist für mich noch eine Sache erschreckend:
In der Wahlkommission sprach man immer von “Terminals”, die eingerichtet werden, und von denen man aus dann wählen kann. Ich dachte mir gestern, ich schau mir so einen an und bin in die GeiWi marschiert, denn dort steht der “Terminal” im Untergeschoß beim ZID.
Was mich dann erwartete, war aber kein Terminal, sondern ein einziger Laptop, um den ein Stück alter Pappkarton gestülpt war. Das spannenste war aber, dass sich da überhaupt nichts rührte, nicht einmal, nachdem man eine e-card hineingesteckt hatte. Als zufällig der Techniker vorbei ging, reagierte der eher mürrisch. Auf die Frage, warum denn der Computer ausgeschalten war, meinte er “es war heut doch eh koana wählen” und außerdem “werd die Wahl eh angfochten”. Balsam auf die Seele eines jeden und einer jeden, die sich um die technische Sicherheit des e-votings Sorgen macht.
Übrigens: Man schätzt die Kosten des E-Votings mittlerweile auf rund eine Million Euro.
Ein nachträglicher Bericht zur Podiumsdiskussion der Austria
17. Mai
Am Donnerstag hatte die AV Austria zu einer Podiumsdiskussion geladen, bei der VertreterInnen (nahezu) aller Fraktionen anwesend waren: Neben Robert von der AG und Gina von der GRAS waren auch vom RFS, LSF und KSV Leute am Podium, und eben meine Wenigkeit für den VSStÖ. Ich hatte die Ehre, unsere Spitzenkanditatin zu vertreten, die auf unserer paralell stattfindenden Simpsons-Filmnacht zugegen war.
Die Diskussion selbst hatte nur vier Fragerunden, die recht kurz ausfielen, und dann ging es schon ins Publikum, das wie meist zu 90% aus bereits fraktionierten Menschen bestand, was die Sache aber unterhaltsam machte. Da ich – bis auf den Genossen Wiesinger – als einziger keine Unterstützung mitgebracht hatte, wurde eher wenig gegen die AG sondern mehr gegen Gina und mich geschossen, wobei man der “one – man – show” (o-ton vom Moderator Mag. Pohl, ex-AGler) Günther Kriechhammer vom KSV zugute halten muss, dass er zur Diskussion sehr viel beitrug im Gegensatz zum Juli – und RFS Vertreter. Robert Mäser agierte eher zurückhaltend, so dass ich oft das Gefühl hatte, dass er den offensiven Part dem anwesenden AG – Publikum überließ. Ich meine das aber positiv, denn die eigentlich eher konstruktiv-kritische Stimmung war aus meiner Sicht angenehm.
Ein Dank gilt an Mehr >
Auf orf.at: deutsche Studierende klagt Uni Innsbruck
11. Mai
Unter diesem Link http://tirol.orf.at/stories/361174/ gelangt man zu folgender Story:
Eine Studentin klagt gegen die Verordnung zur Beschränkung der Studierendenplätze auf 284 im Studium der Psychologie. Ihre Klage dürfte Erfolgschancen haben, da diese Zahl völlig willkürlich ist (worauf wir schon im Herbst aufmerksam gemacht haben). Wäre gesetzeskonform gerechnet worden, käme man auf die Summe von knapp 400 Plätzen. Das Rechenschema ist nämlich, dass genau so viele Leute zugelassen werden sollen, wie vor der Regelung studiert haben. Wie die Uni rechnet, könnt ihr in Roberts Kommentar nachlesen.
Wir wünschen der Kollegin jedenfalls viel Glück. Die Devise muss lauten: Mehr Geld statt weniger Studierende!
Ein böser Wüterich verging sich offenkundig an den…
30. Apr
…von mir in meinem letzten Blog herabgewürdigten AG – Wahlplakaten. Finde ich zutiefst traurig und verachtenswert, ehrlich. Denn wie ich schon geschrieben habe, ich bin der Meinung, dass diese Plakate durchaus von selbst wirken, ohne dass man noch etwas dazuschreiben muss oder sie gar vollflächig besprayn muss. Ein Beispiel: Wenn ich mich auf die Kloschüssel setze, dort mein großes Geschäft verrichte, es anschließend fotographiere und es ins Zentrum eines Wahlplakat setze, muss niemand mehr herkommen und aufs Plakat “du bist Scheiße” sprayn – denn das wussten wir bereits zuvor, und ich würde ohne fremdes Zutun mit diesem Plakat höchstwahrscheinlich einen Erfolg erzielen, der dem Attribut “Scheiße” entspricht. Warum sollte sich jemand, der mir böses will, noch strafbar machen, wenn ich ohnehin ein Scheiß(e)-Plakat habe?
Wenn wir also uns nun einig sind, dass ich mir meine strafmildernde Unbescholtenheit für etwas Wichtigeres aufbewaren sollte, dann frage ich nun meine eifrigen PosterInnen: Habt ihr irgendwas, was diese ganz furchtbaren Schmiererein mit uns in Verbindung bringt?
Nein, ganz im ernst: Wir waren das nicht mit “Qualität statt Quantität”.
Im übrigen: Was kennzeichnet die Qualität eines Penises? Bzw. wie erfasst man die?
AG – Wahlplakate sexistisch?
29. Apr
Mit Freude habe ich gestern die Wahlplakate der ÖVP – Fraktion zur Kenntnis genommen. Allein: Viel Informationsgehalt und Aussagekraft besitzen diese nicht. “Und wie groß ist deiner?” klingt eher mehr nach einer Kondomwerbung (einer Firma, die Kondome in allen größen anbietet) oder einem Slogan für eine dubiose Firma, die Penisverlängerungen anbietet (falls es so was gibt). Aber egal, wir freuen uns, was danach kommt.
Jedoch wurde beim VSStÖ -Plenum gestern darüber diskutiert, ob der Slogan nicht sexistisch ist. Das Argument dafür war: Was sollten denn die rund 53% Frauen auf der Uni mit dieser Frage anfangen? Welche Antwort soll eine Studentin geben? Sind Studentinnen etwa nicht Zielgruppe der AG und werden die bewusst nicht angesprochen? Oder welchen Schluss soll man daraus ziehen?
Aus meiner Sicht ist der nette Versuch der AG, witzig zu sein, kläglich gescheitert und das spricht eigentlich eh für sich. Außerdem sagen ja Plakate auch einiges über die Kompetenz der jeweiligen Fraktion aus: Wenn man ein Plakat betrachtet, muss man sich ja die Frage stellen: Will ich, dass der Urheber dieses “Kunstwerkes” die ÖH führt? Eindeutige Antwort (von so ziemlich allen Menschen, mit denen ich geredet habe): Nein. Insofern versteht man jetzt vielleicht, warum ich anfangs geschrieben habe, dass Mehr >
Rechte Burschenschafter treiben sich auf den Unis herum!
24. Apr
Vergangenen Mittwoch wagten es tatsächlich Mitglieder der ziemlich rechten Suevia, Brixia, Skalden & Co, vor der GeiWi Flugblätter mit Werbung für den Burschenschafter – Kommers zu verteilen. Laut Berichten der AG – Fachschaft Jus hätten sie sogar die Unis “gestürmt” und Krawall gemacht. Auf den Flugblättern (ich bekam netterweise eins) waren Sätze zu finden wie “in Südtirol ist die deutschsprachige Mehrheit täglich Repressionen ausgesetzt” ect. Deutschnationales blabla, kann man sich denken. Andererseits ist es aber ein Schritt, den sich die Burschenschafter in den vergangenen Jahren so ohne weiters nicht getraut hätten. Umso wichtiger ist es nun für uns, beim Burschenschafterkommers am 19. Juni Farbe zu bekennen und auf die Straße zu gehen. Dem haben sogar die anwesenden AGler zustimmen müssen.
Das Schicksal der Margarete H.
18. Apr
Mittwoch Nachmittag in Innsbruck: Ein Jubel geht durch die konservative Männerwelt im Lande des Andreas Hofer: 200 Jahre nach dem Sieg der Speckknödelmentalität über die Aufklärung auf militärischem Wege setzt sich dieselbe Mentalität erneut durch, diesmal gegen das Gesetz.
Was war passiert? Bei der Wahl zum Rektor der medizinischen Universität Innsbrucks hatte der Senat dem Unirat einen Dreiervorschlag vorgelegt – mit dabei der nun designierte Rektor Herbert Lochs und die bisherige Vizerektorin Margarete Hochleitner. Anders als vor zwei Jahren jedoch hatte der Senat keine Reihung vorgenommen und alle drei als gleich qualifiziert eingestuft.
Nun haben wir ja ein Gleichbehandlungsgesetz, das bei neuen Anstellungen von Bediensteten der Republik Österreich eine relativ klare Regel vorgibt. Nämlich: So lange eine deutliche Unterrepression von Frauen in einem Berufsfeld vorherrscht, ist Frauen der Vorzug zu geben. Und nachdem wir im Berufsfeld “Leiter/in einer Universität” eine Frauenquote von exakt 0% haben, müsste man denken, das wäre eine klare Sache.
Jetzt haben wir das Spiel aber ohne die ÖVP gemacht. Und die hat ziemlich klare Vorstellungen davon, wer in Tirol was wird. naja. Frau Hochleitner, die sehr viel im Bereich Gendermedizin geforscht und gelehrt hat und die man als politisch unabhängig einstufen kann, hat also neben ihrem fehlenden Y-Chromosom ein Mehr >
Und wir haben eine Spitzenkanditatin…
07. Apr
… und ich freue mich sehr, sie hier öffentlich bekannt geben zu dürfen:
Die Nummer eins auf unserer Liste ist……*trommelwirbel*….. Karin Seyfried!
Unsere liebe Spitzenkanditatin ist 24, schreibt gerade Diplomarbeit in Jus und studiert, weil sie fleißig ist, auch noch (nicht unerfolgreich) Psychologie. Sie kommt aus Bregenz, arbeitet nebenbei als Nachhilfelehrerin (in Latein, glaub ich) und ist sehr nett und kompetent. Karin ist schon lang im VSStÖ und seit mehreren Monaten weibliche Vorsitzende. Ich und der ganze VSStÖ freuen uns, mit dir gemeinsam in den Wahlkampf zu starten!!