Der Blog des VSStÖ – Innsbruck
Muggi
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Beiträge von Muggi
ÖVP-AG bekommt Geld vom Wissenschaftsministerium
19. Mrz
Hat nicht jede/r noch die Klänge von munteren AGlern im Kopf – “Wir sind unabhängig, wir stehen keiner Partei nahe, lalala” (Wie etwa in der AG – StudiVZ Gruppe)? Nun ist es leider nicht mehr nur so, dass die AG von der ÖVP Geld bekommt, sondern – auch vom Steuerzahler selbst. Vom Ministerium. Deren Chef, der neoliberale Gió Hahn (der sich immer noch in die Wissenschaft einließt), ist wie wir wissen ein ÖVPler und weiß genau was er tut: Laut einer parlamentarischen Anfrage der Grünen fördert Hahn nicht nur die Aktionsgemeinschaft mit ca. 4000€, sondern auch verschiedene Studentenverbindungen, die Schülerunion und den Mittelschulkartellverband. Schön, nicht wahr? Wir sind jedenfalls gespannt, wie uns im Mai die Aktionsgemeinschaft weiß machen will, dass sie voll unabhängig ist.
Die Anfrage gibts unter http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIV/AB/AB_00687/fname_153143.pdf zum anschauen.
Juhu! Arbeitszeitverlängerung
03. Mrz
Als (gott sei dank) ehemaliger Lehramtsstudent habe ich mit großer Aufmerksamkeit die aktuelle Debatte die Ausweitung der Arbeitszeit der Lehrerinnen und Lehrer um offiziell 2 Stunden (was aber real eine Ausweitung um drei bis vier Stunden bedeutet – denn auch diese zwei zusätzlichen Schulstunden wollen zu Hause vorbereitet werden) mitverfolgt. Aufgefallen dabei sind mir zwei Dinge. Erstens: Lehrerbashen macht Spaß und geht immer – egal, welcher politischen Richtung man ist. Beispielsweise mein Vater, pikanterweise ein Landesbeamter der selbst mal AHS – Lehrer werden wollte, argumentierte wie 66% der ÖsterreicherInnen vorwiegend mit: “Die arbeiten eh nix. Mei bitte, wenn i vier Monat frei hätt im Jahr, da hatt i dann a viel Zeit zum motzen”.
Aber die zweite Beobachtung in dieser Debatte ist die: Anstatt wie vor sechs Jahren, als Gehrer die LehrerInnen durch die Stundenkürzung arbeitslos machte, aber das zumindest bei gleichem Lohn, und daraufhin österreichweit einige zehntausend Schülerinnen und Schüler aus Solidarität auf die Straße gingen, findet sich heute eine gewisse Gleichgültigkeit unter ihnen. Wohl sicher, weil sie diese Regelung nicht direkt trifft (indirekt durch sinkende Qualität sicher). Aber spielt da nicht auch eine gewisse Genugtuung mit, wenn man, wie der Bundesvorsitzende der schwarzen Schülerunion schreibt: “[...] uns Schülerinnen und Mehr >
Die Burschis kommen, Hurra!
05. Feb
Wir alle freuen uns auf den 19. Juni, denn dann ziehen viele bunte Clowns mit Käppchen und Säbel, die sich als Schweizer Garde verkleidet haben, nach Innsbruck und saufen sich den Schädel weg. Einziges Problem dabei ist, dass diese Clowns leider sehr sehr rechts sind und eine menschenverachtende Ideologie vertreten und manche – wie etwa das wiener Olympia – Mitglied Norbert Burger – es gar nicht erst verschweigen, dass sie den Adi vermissen. Ja, genau, den Adi mit dem hässlichen Schnauzer. Norbert Burger ist übrigens wegen seinen Südtirol – Anschlägen rechtskräftig verurteilt und wird nicht kommen, da gegen ihm ein Verfahren wegen Wiederbetätigung drohen würde. Aber sein Kollege Martin Graf wird dafür kommen und den Ehrenschutz übernehmen. Und das ganze wird dann unter dem Namen “Kommers” in den Stadtsälen über die Bühne gehen. Die Stadtsäle gehören aber zu 58% der Stadt – also ist die Stadt Innsbruck nicht nur im übertragenen Sinn die Gastgeberin, sondern die Burschis geben ihre Ergüsse in Räumen von sich, die uns allen gehören. Rechtsextremismus ist also tatsächlich salonfähig. Schön.
Eine nützliche Mailadresse: hilde.zach@magibk.at
Alles für die Wirtschaft
26. Jan
Wenn du ein Auto verschrottest bekommt man jetzt 1.500€. Zurecht, wie ich sage. Man tut ja was für die Umwelt. und für die Wirtschaft. Nur, mit meinem Kühlschrank ist das anders. Wenn ich was für die Umwelt tun will und ihn nicht gratis in den Inn werfe, kostet mich das rund 100€, wenn ich das recht in Erinnerung habe. Toll. Wir haben kein Geld für die Ausbildung der Jugend, und für Öffis sowieso nicht, aber Autos verschrotten, dafür hat die ÖVP immer ein paar Millionen übrig. Aber warum nicht?
Unipress – wahrlich eine Qualitätszeitschrift
18. Jan
Vor drei Tagen, sprich am 15, flatterte die neue Unipress – Ausgabe zu mir in die Wohnung rein. Zwar zeigte sich eigentlich schon seit der Übernahme des letzten Redaktionsteams kurz nach der letzten ÖH – Wahl ein drastischer Qualitätsverlust, aber der neue Chefredakteur überrascht uns immer wieder mit gekonnter Qualitätsfreiheit. (Wir erinnern uns sicher an den “Kaiser – Franz erzählt die Geschichte der Uni” – Artikel, oder?) Nun, die aktuelle Unipress hat die Latte wieder drastisch nach unten gesetzt. Wobei man sagen muss, es ist sehr schön, dass es wieder Referate gibt auf der ÖH. Nur, da in letzter Zeit die Hälfte der Artikel von Stv’s und Referaten geschrieben werden, fragen wir uns: Hat die Unipress noch Redakteuere?
Gut, wobei, man darf nicht so hart sein. Es wäre ja nicht so, als wäre alles schlecht, was da drin steht. Freilich, es steht nichts über aktuelle Entwicklungen an der Uni, es gibt keinen Artikel zum Nichtübersiedeln der Pädagogik, es steht nichts über das Fiasko an der Med und die Rektorenbestellung – ok. Aber: Einen Qualitätsartikel muss ich in Schutz nehmen. Jetzt blättert mal auf Seite 13, denn da haut sich unsere Judith von der Rheno – Danubia ordentlich ins Zeug für uns. Mehr >