Der Blog des VSStÖ – Innsbruck
Endlich Karriere für alle – hahaha
Wer bis jetzt etwas an der Qualität der UniPress auszusetzen hatte, dem wird mit der März-Sonderausgabe das zwar etwas dumme, aber hier einfach super passende Sprichwort schmerzlich bewusst werden – “Schlimmer geht´s immer”!
Eine ganze Ausgabe dieser ansonsten ja nicht wirklich von abwechslungsreichen Artikeln strotzenden Zeitung wurde nun der von der ÖVP-AG organisierten Karrieremesse “Karriere 09″ gewidmet: Tipps für Bewerbungsschreiben, Bewerbungsgespräche und das alles gewürzt mit geistreichen Kommentaren des Vorsitzteams und vor allem gespickt mit einer für ein Medium der Studierenden mM nach nicht angemessenen Anzahl von Werbungen (selbstverständlich alles Firmen von der Karriere 09). Dass die Opposition durch diese Sonderausgabe wie als Selbstverständlichkeit ausgeschlossen wurde (keine Fraktionsartikel), zeugt von einem wirklich gefestigten Demokratiebewusstsein der ÖVP-AG.
Da diese Messe es anscheinend als Erste ihrer Art zum Ziel hat, ALLE Studierenden anzusprechen, frage ich mich, ob dieses auch erreicht wurde:
Erstens gibt es schon Messen, die sich an alle Studierenden wenden (vielleicht hat noch niemand von der ÖVP-AG von der B.e.s.t. gehört, aber ich nehme schon an, dass die meisten dieser Fraktion eher Erfahrungen mit der Sowi/Jus-orienteirten Career & Competence haben) – aber wer will schon auf ein Gegenangebot der ÖH verzichten?. Es kann also keinesfalls die Rede von einem einzigartigen Projekt der Innsbrucker ÖH sein.
Zweitens ist auch bei der Karriere 09 lt. Seite 17 der UniPress eher ein Fokus auf Wirtschafts- oder Jus-StudentInnen gesetzt. Beispielsweise bei den GeiWi-StudentInnen sind relativ wenige InteressentInnen angeführt.
Last but not least sind solche Karrieremessen oft ein Ort, an dem sich Firmen zukünftige PraktikantInnen suchen, die dann als Preis für ihre späteren Jobchancen ausgebeutet werden. Da kann man ja nur sarkastisch “Danke” sagen …
Ich bin nur gespannt, ob man auf dieser Karrieremesse auch sehr oft den Satz zu hören bekommt: ” Ja, aber Sie sollten um von unserer Firma genommen zu werden schon in Mindeststudienzeit studiert haben – und noch besser, wenn sie einen sehr guten Studienerfolg haben.” Na, wer hat denn diese Voraussetzungen nicht? Wahrscheinlich erfüllen das nicht einmal ein Großteil der AG-OrganisatorInnen und selbstverständlich die wenigsten Studierenden, die sich ihr Studium durch Arbeit selbst finanzieren müssen. Hier liegt die Vermutung nahe, dass es sich bei diesem Projekt eher um Eliten- statt um Studierendenförderung handelt.
| Artikel drucken | Dieser Beitrag wurde von Kareen am 29. März 2009 um 18:55 veröffentlicht und unter Allgemein abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Du kannst eine Antwort schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Seite hinterlassen. |
vor 2 Jahren
wie einseitig die unipress wirklich geworden ist hab ich daran erkannt,
dass mir erst auf den dritten blick klar war, dass es sich um eine sonderausgabe handelt… (sonderlich ist sie ja…)