Der Blog des VSStÖ – Innsbruck
Beiträge getaggt mit Burschenschaft
Polizei verbietet antifaschistische Demonstration!
27. Jan
Eigentlich ist es unfassbar: Ausgerechnet am 65. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz wird von den zuständigen Beamt_innen der Wiener Polizei die antifaschistische Gegendemonstration zum WKR Ball aufgrund von “Sicherheitsbedenken” untersagt. Das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit wird durch diese skandalöse Entscheidung auf das gröbste missachtet. Keinerlei “Sicherheitsbedenken” gibt es jedoch gegen den WKR Ball selbst, eine Veranstaltung von deutsch-nationalen bis rechtsextremen schlagenden Burschenschaften, der im höchsten Repräsentationsgebäude der Republik, der Hofburg stattfindet.
Prominent vertreten bei dieser Veranstaltung ist natürlich wiedermal die vom DÖW als rechtsextrem eingestufte Burschenschaft Olympia, auf deren Mitgliederliste sich der 3. Nationalratspräsident Martin Graf befindet. Jene Burschenschaft Olympia die zur “Pflege des intelektuellen Diskurs” 2003 u.a. den rechtsextremen Liedermacher Michael Müller eingeladen hat. Dessen “bekanntestes Werk” ist eine Abwandlung des Udo Jürgens Klassikers “Mit 66 Jahren…” in “Mit 6 Millionen Juden da fängt der Spaß erst an, bis 6 Millionen Juden da bleibt der Ofen an. …”
Gerade zu verhöhnt und an schreckliche Zeiten erinnert fühlen, müssen sich angesichts dieser Tatsachen jene Überlebenden, die vor genau 65 Jahren von Einheiten der Roten Armee aus dem Konzentrationslager Auschwitz befreit wurden. Wehret den Anfängen – Nie wieder Faschismus!
Ein nachträglicher Bericht zur Podiumsdiskussion der Austria
17. Mai
Am Donnerstag hatte die AV Austria zu einer Podiumsdiskussion geladen, bei der VertreterInnen (nahezu) aller Fraktionen anwesend waren: Neben Robert von der AG und Gina von der GRAS waren auch vom RFS, LSF und KSV Leute am Podium, und eben meine Wenigkeit für den VSStÖ. Ich hatte die Ehre, unsere Spitzenkanditatin zu vertreten, die auf unserer paralell stattfindenden Simpsons-Filmnacht zugegen war.
Die Diskussion selbst hatte nur vier Fragerunden, die recht kurz ausfielen, und dann ging es schon ins Publikum, das wie meist zu 90% aus bereits fraktionierten Menschen bestand, was die Sache aber unterhaltsam machte. Da ich – bis auf den Genossen Wiesinger – als einziger keine Unterstützung mitgebracht hatte, wurde eher wenig gegen die AG sondern mehr gegen Gina und mich geschossen, wobei man der “one – man – show” (o-ton vom Moderator Mag. Pohl, ex-AGler) Günther Kriechhammer vom KSV zugute halten muss, dass er zur Diskussion sehr viel beitrug im Gegensatz zum Juli – und RFS Vertreter. Robert Mäser agierte eher zurückhaltend, so dass ich oft das Gefühl hatte, dass er den offensiven Part dem anwesenden AG – Publikum überließ. Ich meine das aber positiv, denn die eigentlich eher konstruktiv-kritische Stimmung war aus meiner Sicht angenehm.
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Rechte Burschenschafter treiben sich auf den Unis herum!
24. Apr
Vergangenen Mittwoch wagten es tatsächlich Mitglieder der ziemlich rechten Suevia, Brixia, Skalden & Co, vor der GeiWi Flugblätter mit Werbung für den Burschenschafter – Kommers zu verteilen. Laut Berichten der AG – Fachschaft Jus hätten sie sogar die Unis “gestürmt” und Krawall gemacht. Auf den Flugblättern (ich bekam netterweise eins) waren Sätze zu finden wie “in Südtirol ist die deutschsprachige Mehrheit täglich Repressionen ausgesetzt” ect. Deutschnationales blabla, kann man sich denken. Andererseits ist es aber ein Schritt, den sich die Burschenschafter in den vergangenen Jahren so ohne weiters nicht getraut hätten. Umso wichtiger ist es nun für uns, beim Burschenschafterkommers am 19. Juni Farbe zu bekennen und auf die Straße zu gehen. Dem haben sogar die anwesenden AGler zustimmen müssen.
Die Burschis kommen, Hurra!
05. Feb
Wir alle freuen uns auf den 19. Juni, denn dann ziehen viele bunte Clowns mit Käppchen und Säbel, die sich als Schweizer Garde verkleidet haben, nach Innsbruck und saufen sich den Schädel weg. Einziges Problem dabei ist, dass diese Clowns leider sehr sehr rechts sind und eine menschenverachtende Ideologie vertreten und manche – wie etwa das wiener Olympia – Mitglied Norbert Burger – es gar nicht erst verschweigen, dass sie den Adi vermissen. Ja, genau, den Adi mit dem hässlichen Schnauzer. Norbert Burger ist übrigens wegen seinen Südtirol – Anschlägen rechtskräftig verurteilt und wird nicht kommen, da gegen ihm ein Verfahren wegen Wiederbetätigung drohen würde. Aber sein Kollege Martin Graf wird dafür kommen und den Ehrenschutz übernehmen. Und das ganze wird dann unter dem Namen “Kommers” in den Stadtsälen über die Bühne gehen. Die Stadtsäle gehören aber zu 58% der Stadt – also ist die Stadt Innsbruck nicht nur im übertragenen Sinn die Gastgeberin, sondern die Burschis geben ihre Ergüsse in Räumen von sich, die uns allen gehören. Rechtsextremismus ist also tatsächlich salonfähig. Schön.
Eine nützliche Mailadresse: hilde.zach@magibk.at