Als (gott sei dank) ehemaliger Lehramtsstudent habe ich mit großer Aufmerksamkeit die aktuelle Debatte die Ausweitung der Arbeitszeit der Lehrerinnen und Lehrer um offiziell 2 Stunden (was aber real eine Ausweitung um drei bis vier Stunden bedeutet – denn auch diese zwei zusätzlichen Schulstunden wollen zu Hause vorbereitet werden) mitverfolgt. Aufgefallen dabei sind mir zwei Dinge. Erstens: Lehrerbashen macht Spaß und geht immer – egal, welcher politischen Richtung man ist. Beispielsweise mein Vater, pikanterweise ein Landesbeamter der selbst mal AHS – Lehrer werden wollte, argumentierte wie 66% der ÖsterreicherInnen vorwiegend mit: “Die arbeiten eh nix. Mei bitte, wenn i vier Monat frei hätt im Jahr, da hatt i dann a viel Zeit zum motzen”.

Aber die zweite Beobachtung in dieser Debatte ist die: Anstatt wie vor sechs Jahren, als Gehrer die LehrerInnen durch die Stundenkürzung arbeitslos machte, aber das zumindest bei gleichem Lohn, und daraufhin österreichweit einige zehntausend Schülerinnen und Schüler aus Solidarität auf die Straße gingen, findet sich heute eine gewisse Gleichgültigkeit unter ihnen. Wohl sicher, weil sie diese Regelung nicht direkt trifft (indirekt durch sinkende Qualität sicher). Aber spielt da nicht auch eine gewisse Genugtuung mit, wenn man, wie der Bundesvorsitzende der schwarzen Schülerunion schreibt: “[...] uns Schülerinnen und Mehr >