Der Blog des VSStÖ – Innsbruck
Beiträge getaggt mit ÖH Innsbruck
ACHTUNG ZENSUR: ÖVP-AG wandelt auf Metternichs Spuren!
19. Nov
Eine der Kernaufgaben der Studienvertretungen ist zweifelsohne die Informationsweitergabe an die von ihr zu vertretenden Studierenden. Im Zeitalter der Technik sind Email-Aussendungen das Mittel der Wahl um Information schnell und problemlos weiterzuleiten. Wenn eine STV eine Email an „ihre“ Studierenden senden will läuft das in der Regel folgendermaßen ab: Die Mail wird an die ÖH-Exekutive (derzeit von der ÖVP-AG gestellt) geschickt mit der Bitte um Aussendung, diese leitet die betreffende Mail per VIS (Verwaltungs Informations System der UNI Innsbruck) an den entsprechenden Mailverteiler weiter und die Email muss dann noch von der Universität freigegeben werden.
Dieses komplizierte Verfahren hat bisher ohne größere Probleme funktioniert, bis letzte Woche einige STVen „ihre“ Studierenden über den aktuellen Stand der Protestbewegung, die u.a. die Sowi-Aula besetzt hält, informieren wollte. Keines dieser Emails ist bis heute bei den Empfänger_innen angekommen. Eine der betroffenen STVen erhielt auf Nachfrage die Antwort, dass diese weitergeleitet wurden und „erst von höchster Stelle abgesegnet werden müssen“. Die Nachforschungen seitens der STV ergaben jedoch ein völlig anderes Bild: Keine einzige Email wurde per VIS an den Univerteiler weitergeleitet. Davon abgesehen, dass diese Formulierung mit „höchster Stelle“ wohl bewusst das Rektorat diffamieren will ist die einzige „höchste Zensurbehörde“ die ÖH-Exekutive selbst.
Es ist einfach Mehr >
Unbeschränkt studieren?
09. Okt
So lautet der Titel der aktuellen VSSTÖ-Bund Kampagne gegen die geplanten Zugangsbeschränkungen an Österreichs Universitäten. Dass es sich hierbei nicht nur um Befürchtungen handelt, sondern hinter den Kullissen bereits kräftig daran gebastelt wird bestätigte uns die Vizerektorin für Lehre und Studierende Ao. Univ. Prof. Dr.in Margret Friedrich im Rahmen des ÖH Jour-Fixe (einem Treffen des Rektorats mit VertreterInnen der ÖH aus den Studienvertretungen, Fakultätsstudienvertretungen und der Universitätsvertretung). Bis zum Wintersemester 2011/2012 müssen laut Universitätsgesetz die (gerade erst eingeführten) Bachelor-Studienpläne erneut überarbeitet werden und eine verpflichtende Studieneingangsphase deklariert werden.
Geht es nach den Plänen unserer Vizerektorin dürfen in Zukunft nur mehr jene Studierenden weiterführende Lehrveranstaltungen besuchen, die alle LVs dieser Studieneingangsphase abgeschlossen haben. Mittels Knock-Out Prüfungen im Rahmen dieser Lehrveranstaltungen soll die Zahl der StudentInnen in einigen Fächern offensichtlich massiv gesenkt werden, denn “man müsse ja feststellen wer für die Universität geeignet ist und wer nicht!”
Wenn auch nur eine einzelne Lehrveranstaltung aus dieser Phase fehlt ist mensch somit im 2. Semester defakto zum nichts tun verurteilt, darf wenn es nach Bundesminister Hahn (und unserem Rektor Töchterle, der mittlerweile ebenfalls zu den vehementesten BefürworterInnen der unsozialen Studiengebühren gehört) brav Studiengebühren zahlen, muss um seine Beihilfen fürchten und hat eine massive Studienzeitverlängerung zu tragen. Mehr >
Kommentar zur Wahl
29. Mai
Mit gemischten Gefühlen habe ich das Ergebnis (AG gewinnt, GRAS verliert, wir bleiben in etwa gleich) gestern zur Kenntnis genommen.
Ich (und mit mir sicher die Mehrheit des VSStÖ) bin felsenfest davon ausgegangen, mindestens ein Mandat dazu zu gewinnen. Insofern war ich natürlich etwas entäuscht, dass dem nicht der Fall ist. Dennoch kann man eigentlich schon zufrieden sein, wenn man mandatsmäßig gleich bleibt.
Wirklich enttäuscht bin ich nur über die Wahlbeteiligung. Ich empfinde es schon als schlimm, wie wenig die Leute die wichtige Arbeit, die die ÖH leistet, interessiert. Wählen zu gehen, ist finde ich, schon zumutbar.
Nun, nach der Wahl, stellt sich aber automatisch die Frage, was man besser hätte machen können. Ich bin da für Anregungen sehr dankbar.
Und natürlich kann und muss man auch darüber diskutieren, warum die AG gewonnen hat; wir die Gesellschaft unpolitischer, hat die GRAS schlecht mobilisiert, hat die Führung der ÖH durch die AG tatsächlich den Ausschlag auf das Ergebnis gehabt (im positiven Sinn für die AG) oder war es das bundespolitische Klima (der Gegenwind und der Hick-Hack innerhalb der grünen Partei)? Oder alles?
lg
Skandalöses RFS – Saufgelage vor der Uni
19. Mai
Unmögliche Szenen spielten sich gerade eben vor der Hauptuni ab. Wenn eine handvoll Menschen da sitzen und sich besaufen, bin ich der letzte, der etwas dagegen hat. Wenn diese zwei Dutzend dabei aber einen höllenlärm machen und grölen wie die ärgsten Bauern, und das um sechs Uhr Nachmittag vor der Uni, dann schaut die Sache schon anders aus. Und wenn dann primitivste Lieder (“Zipfl eini, zipfl aussi, aber heit gehts guat”) vom besten gegeben werden, garniert mit ungefähr 30x “dem Land Tirol die Treue” in stets der gleichen Version, dann hört mein Verständnis auf. Wir jedenfalls, die wir im 2. Stock eine (um unnötigen Kommentaren zuvor zu kommen: sehr gut besuchte) Filmvorführung veranstalteten, verstanden uns in der anschließenden Diskussion teilweise selbst nicht. In Erinnerung blieb mir auch noch die eine armselige Gestalt, der alleine aufs WC ging und am Weg hin, währenddessen und am Rückweg so laut grölte, das man ihn in zweiten Stock noch hörte. Aber so scheint er zu sein, der RFS – Wahlkampf: Man zeigt, dass man die drei Bier trinkt, die man sich bestellt, und, dass man auch ohne Konzept laut sein kann.
Das e-Voting hat begonnen…
19. Mai
… und abgesehen von den berichteten Ausfällen in Wien ist für mich noch eine Sache erschreckend:
In der Wahlkommission sprach man immer von “Terminals”, die eingerichtet werden, und von denen man aus dann wählen kann. Ich dachte mir gestern, ich schau mir so einen an und bin in die GeiWi marschiert, denn dort steht der “Terminal” im Untergeschoß beim ZID.
Was mich dann erwartete, war aber kein Terminal, sondern ein einziger Laptop, um den ein Stück alter Pappkarton gestülpt war. Das spannenste war aber, dass sich da überhaupt nichts rührte, nicht einmal, nachdem man eine e-card hineingesteckt hatte. Als zufällig der Techniker vorbei ging, reagierte der eher mürrisch. Auf die Frage, warum denn der Computer ausgeschalten war, meinte er “es war heut doch eh koana wählen” und außerdem “werd die Wahl eh angfochten”. Balsam auf die Seele eines jeden und einer jeden, die sich um die technische Sicherheit des e-votings Sorgen macht.
Übrigens: Man schätzt die Kosten des E-Votings mittlerweile auf rund eine Million Euro.
Ein nachträglicher Bericht zur Podiumsdiskussion der Austria
17. Mai
Am Donnerstag hatte die AV Austria zu einer Podiumsdiskussion geladen, bei der VertreterInnen (nahezu) aller Fraktionen anwesend waren: Neben Robert von der AG und Gina von der GRAS waren auch vom RFS, LSF und KSV Leute am Podium, und eben meine Wenigkeit für den VSStÖ. Ich hatte die Ehre, unsere Spitzenkanditatin zu vertreten, die auf unserer paralell stattfindenden Simpsons-Filmnacht zugegen war.
Die Diskussion selbst hatte nur vier Fragerunden, die recht kurz ausfielen, und dann ging es schon ins Publikum, das wie meist zu 90% aus bereits fraktionierten Menschen bestand, was die Sache aber unterhaltsam machte. Da ich – bis auf den Genossen Wiesinger – als einziger keine Unterstützung mitgebracht hatte, wurde eher wenig gegen die AG sondern mehr gegen Gina und mich geschossen, wobei man der “one – man – show” (o-ton vom Moderator Mag. Pohl, ex-AGler) Günther Kriechhammer vom KSV zugute halten muss, dass er zur Diskussion sehr viel beitrug im Gegensatz zum Juli – und RFS Vertreter. Robert Mäser agierte eher zurückhaltend, so dass ich oft das Gefühl hatte, dass er den offensiven Part dem anwesenden AG – Publikum überließ. Ich meine das aber positiv, denn die eigentlich eher konstruktiv-kritische Stimmung war aus meiner Sicht angenehm.
Ein Dank gilt an Mehr >
Die zweite Plakatserie hängt…
12. Mai
… und uns würde deine Meinung dazu interessieren! Wie gefallen sie? gut? schlecht? greuslich? fad? supertoll? Bitte einfach posten!
Eine nette Annektode vom Plakatieren vergangene Nacht möchte ich auch noch kurz erzählen. Als wir (Michael und ich) uns gerade bemühten, ein Plakat möglichst faltenfrei auf einem Ständer zu platzieren, traf uns von hinten ein Lichtstrahl. Als wir uns verdutzt umgedreht haben, kniete da ein Student und hatte seine Handykamera auf uns gerichtet. Wir fragten, was das da jetzt wird, und er antwortete schnippisch: “Ich bin mir nicht sicher, ob ihr das da dürft”, drehte sich wieder um und rannte weg, ohne auf Zurufe zu reagieren und die Bitte abschlagend, die Situation aufzuklären.
Ich denke mir, auch wenn ich nicht gern des Nachts beim Plaktieren fotographiert werde: Schön, es gibt Leute mit Zivilcourage. Insofern: Lieber junger Mann, falls du dies ließt: Schick uns ein Mail an ibk[at]vsstoe.at mit deinem Foto, dann veröffentlichen wir es hier und du hast es nicht umsonst geschossen!
Ein böser Wüterich verging sich offenkundig an den…
30. Apr
…von mir in meinem letzten Blog herabgewürdigten AG – Wahlplakaten. Finde ich zutiefst traurig und verachtenswert, ehrlich. Denn wie ich schon geschrieben habe, ich bin der Meinung, dass diese Plakate durchaus von selbst wirken, ohne dass man noch etwas dazuschreiben muss oder sie gar vollflächig besprayn muss. Ein Beispiel: Wenn ich mich auf die Kloschüssel setze, dort mein großes Geschäft verrichte, es anschließend fotographiere und es ins Zentrum eines Wahlplakat setze, muss niemand mehr herkommen und aufs Plakat “du bist Scheiße” sprayn – denn das wussten wir bereits zuvor, und ich würde ohne fremdes Zutun mit diesem Plakat höchstwahrscheinlich einen Erfolg erzielen, der dem Attribut “Scheiße” entspricht. Warum sollte sich jemand, der mir böses will, noch strafbar machen, wenn ich ohnehin ein Scheiß(e)-Plakat habe?
Wenn wir also uns nun einig sind, dass ich mir meine strafmildernde Unbescholtenheit für etwas Wichtigeres aufbewaren sollte, dann frage ich nun meine eifrigen PosterInnen: Habt ihr irgendwas, was diese ganz furchtbaren Schmiererein mit uns in Verbindung bringt?
Nein, ganz im ernst: Wir waren das nicht mit “Qualität statt Quantität”.
Im übrigen: Was kennzeichnet die Qualität eines Penises? Bzw. wie erfasst man die?
AG – Wahlplakate sexistisch?
29. Apr
Mit Freude habe ich gestern die Wahlplakate der ÖVP – Fraktion zur Kenntnis genommen. Allein: Viel Informationsgehalt und Aussagekraft besitzen diese nicht. “Und wie groß ist deiner?” klingt eher mehr nach einer Kondomwerbung (einer Firma, die Kondome in allen größen anbietet) oder einem Slogan für eine dubiose Firma, die Penisverlängerungen anbietet (falls es so was gibt). Aber egal, wir freuen uns, was danach kommt.
Jedoch wurde beim VSStÖ -Plenum gestern darüber diskutiert, ob der Slogan nicht sexistisch ist. Das Argument dafür war: Was sollten denn die rund 53% Frauen auf der Uni mit dieser Frage anfangen? Welche Antwort soll eine Studentin geben? Sind Studentinnen etwa nicht Zielgruppe der AG und werden die bewusst nicht angesprochen? Oder welchen Schluss soll man daraus ziehen?
Aus meiner Sicht ist der nette Versuch der AG, witzig zu sein, kläglich gescheitert und das spricht eigentlich eh für sich. Außerdem sagen ja Plakate auch einiges über die Kompetenz der jeweiligen Fraktion aus: Wenn man ein Plakat betrachtet, muss man sich ja die Frage stellen: Will ich, dass der Urheber dieses “Kunstwerkes” die ÖH führt? Eindeutige Antwort (von so ziemlich allen Menschen, mit denen ich geredet habe): Nein. Insofern versteht man jetzt vielleicht, warum ich anfangs geschrieben habe, dass Mehr >
Der Wahlkampf hat begonnen
27. Apr
Morgen früh werden unsere Plakate aufgestellt – ich hoffe Sie gefallen euch. Ab kommender Woche werden wir einige Veranstaltungen haben, bei denen wir hoffen euch zu sehen – details dazu stehen auf unserer Homepage. Weiters gibt es einige Podiumsdiskussionen, zu denen man gehen kann und soll, bei denen auch immer ein Vertreter oder eine Vertreterin von uns dort sein wird (meist ich). Ankündigen kann man an dieser Stelle jene der katholischen Hochschulgemeinde am Montag, dem 25. und die der Austria am Donnerstag, dem 19.5.
Wahlkampf bedeutet nerven und genervt zu werden – das geht uns Wahlkämpfenden genauso wie euch. Leider sind Wahlen bei vielen mit der Einstellung “Interessiert micht nicht” verbunden und weniger als ein Drittel der Leute gingen letztes Mal zur Wahl. Uns ist es ein großes Anliegen, dass die Wahlbeteiligung dieses Mal steigt – denn wenn wir Studis uns selbst verwalten wollen, sollten doch auch alle mitbestimmen, wer diese Verwaltung übernimmt. Und weil ein Argument, warum man nicht zur Wahl geht das ist, das man nicht weiß wen man wählen soll, müssen wir uns auf die Straße stellen und mit euch reden, auch wenn es uns und euch gelegentlich nervt.
Was natürlich nicht heißen soll, das es uns trotz alledem Mehr >