Der Blog des VSStÖ – Innsbruck
Beiträge getaggt mit ÖVP-AG
ÖVP-AG bekommt Geld vom Wissenschaftsministerium
19. Mrz
Hat nicht jede/r noch die Klänge von munteren AGlern im Kopf – “Wir sind unabhängig, wir stehen keiner Partei nahe, lalala” (Wie etwa in der AG – StudiVZ Gruppe)? Nun ist es leider nicht mehr nur so, dass die AG von der ÖVP Geld bekommt, sondern – auch vom Steuerzahler selbst. Vom Ministerium. Deren Chef, der neoliberale Gió Hahn (der sich immer noch in die Wissenschaft einließt), ist wie wir wissen ein ÖVPler und weiß genau was er tut: Laut einer parlamentarischen Anfrage der Grünen fördert Hahn nicht nur die Aktionsgemeinschaft mit ca. 4000€, sondern auch verschiedene Studentenverbindungen, die Schülerunion und den Mittelschulkartellverband. Schön, nicht wahr? Wir sind jedenfalls gespannt, wie uns im Mai die Aktionsgemeinschaft weiß machen will, dass sie voll unabhängig ist.
Die Anfrage gibts unter http://www.parlament.gv.at/PG/DE/XXIV/AB/AB_00687/fname_153143.pdf zum anschauen.
Karriere 09 – oder: Lasst uns sinnlos Geld verbraten!
15. Mrz
Mit Bestürzung haben wir vergangenen Freitag der Zeitschrift “Echo” entnommen, dass die AG plant, in einer konzentrierten Aktion möglicherweise einen fünfstelligen Betrag zu verbraten – auf Kosten der ÖH natürlich. Das tolle ist, dass sie sich dabei über jedgliches Gesetz hinweghebt, da es im Gremium der Universitätsvertretung – also quasi im Parlament – einen Beschluss dafür bräuchte. Da die AG dort sowieso die absolute hat, sollte das zwar an sich kein Problem darstellen, das Problem wäre aber, dass wir, die Opposition, dann davon gewusst hätten.
Vor sich gehen tut das ganze dann so: Die ÖH mietet sich drei Tage lang das Kongresshaus und lässt Firmen dann zum Spottpreis ein Standl mieten. Warum wir neben den bestehenden Karrieremessen (etwa das Carriere & Competence, das vergangene Woche war) noch eine brauchen, ist eine Frage, die wahrscheinlich unbeantwortet bleibt. Aber wenn man, so wie die AG, 45.000 zusätzliche Lehrveranstaltungsplätze verspricht und dann nur einen Bruchteil zur Verfügung stellt, dann bleibt natürlich a bissl a Geld übrig, nicht wahr?
Die Website zur Karrieremesse ist unter www.karriere09.at schon online. Wie auch die Messe an sich, eine nachhaltige Investition. Die Zeitung “Echo”, die auf der Titelseite darüber berichtete, titelte übrigens völlig zurecht mit “ÖH Innsbruck: Von allen guten Mehr >
Fraktionsteil vom Feber
19. Jan
Wenn die ÖVP zur Revolution bläst…
„Erhard Busek ruft Universitäten zum Streik auf“ titelte der Standard am 15. Jänner. Selbst die AG kann sich Proteste vorstellen.
Würde ich jetzt einen zynischen Kommentar über das Wissen alter bzw. junger konservativer Menschen zum Thema Protest ablassen, wäre das eine Verharmlosung der jetzigen Situation. Gió Hahn ist tatsächlich nahe dran, die Unis im wahrsten Sinne des Wortes kaputt zu sparen. Würde alles so weitergehen wie bisher ist eure Chance auf einen bezahlten PhD – Platz oder ein bewilligtes Forschungsprojekt genau null. Finito. Ebenso wie die Bildungswissenschaft unter einem Dach und die Kunstfakultät.
Und gleichzeitig überlegt sich Wirtschaftsminister Mitterlehner eine Verschrottungsprämie für Altwagen.
Realistisch brauchen die Unis mindestens 30% mehr Budget, da allein 7% für Deckung der Studiengebühren verwendet werden müssen (laut Badelt). Man muss aber erkennen, dass die Sachen nicht vom Himmel fallen sondern erkämpft werden müssen. Der Ball liegt jetzt also bei der AG, damit im Falle, dass Gió Hahn die Kohle nicht rausrückt, als ÖH ernsthafte und ernstzunehmende Proteste organisiert werden, woran wir uns selbstverständlich beteiligen werden. In zweiter Linie liegt es aber an uns allen, dass wir diese auch wahrnehmen und uns nicht abspeisen lassen. Wir müssen die Chance ergreifen und uns Mehr >
Unipress – wahrlich eine Qualitätszeitschrift
18. Jan
Vor drei Tagen, sprich am 15, flatterte die neue Unipress – Ausgabe zu mir in die Wohnung rein. Zwar zeigte sich eigentlich schon seit der Übernahme des letzten Redaktionsteams kurz nach der letzten ÖH – Wahl ein drastischer Qualitätsverlust, aber der neue Chefredakteur überrascht uns immer wieder mit gekonnter Qualitätsfreiheit. (Wir erinnern uns sicher an den “Kaiser – Franz erzählt die Geschichte der Uni” – Artikel, oder?) Nun, die aktuelle Unipress hat die Latte wieder drastisch nach unten gesetzt. Wobei man sagen muss, es ist sehr schön, dass es wieder Referate gibt auf der ÖH. Nur, da in letzter Zeit die Hälfte der Artikel von Stv’s und Referaten geschrieben werden, fragen wir uns: Hat die Unipress noch Redakteuere?
Gut, wobei, man darf nicht so hart sein. Es wäre ja nicht so, als wäre alles schlecht, was da drin steht. Freilich, es steht nichts über aktuelle Entwicklungen an der Uni, es gibt keinen Artikel zum Nichtübersiedeln der Pädagogik, es steht nichts über das Fiasko an der Med und die Rektorenbestellung – ok. Aber: Einen Qualitätsartikel muss ich in Schutz nehmen. Jetzt blättert mal auf Seite 13, denn da haut sich unsere Judith von der Rheno – Danubia ordentlich ins Zeug für uns. Mehr >