Der Blog des VSStÖ – Innsbruck
Beiträge getaggt mit Sexismus
Ein böser Wüterich verging sich offenkundig an den…
30. Apr
…von mir in meinem letzten Blog herabgewürdigten AG – Wahlplakaten. Finde ich zutiefst traurig und verachtenswert, ehrlich. Denn wie ich schon geschrieben habe, ich bin der Meinung, dass diese Plakate durchaus von selbst wirken, ohne dass man noch etwas dazuschreiben muss oder sie gar vollflächig besprayn muss. Ein Beispiel: Wenn ich mich auf die Kloschüssel setze, dort mein großes Geschäft verrichte, es anschließend fotographiere und es ins Zentrum eines Wahlplakat setze, muss niemand mehr herkommen und aufs Plakat “du bist Scheiße” sprayn – denn das wussten wir bereits zuvor, und ich würde ohne fremdes Zutun mit diesem Plakat höchstwahrscheinlich einen Erfolg erzielen, der dem Attribut “Scheiße” entspricht. Warum sollte sich jemand, der mir böses will, noch strafbar machen, wenn ich ohnehin ein Scheiß(e)-Plakat habe?
Wenn wir also uns nun einig sind, dass ich mir meine strafmildernde Unbescholtenheit für etwas Wichtigeres aufbewaren sollte, dann frage ich nun meine eifrigen PosterInnen: Habt ihr irgendwas, was diese ganz furchtbaren Schmiererein mit uns in Verbindung bringt?
Nein, ganz im ernst: Wir waren das nicht mit “Qualität statt Quantität”.
Im übrigen: Was kennzeichnet die Qualität eines Penises? Bzw. wie erfasst man die?
AG – Wahlplakate sexistisch?
29. Apr
Mit Freude habe ich gestern die Wahlplakate der ÖVP – Fraktion zur Kenntnis genommen. Allein: Viel Informationsgehalt und Aussagekraft besitzen diese nicht. “Und wie groß ist deiner?” klingt eher mehr nach einer Kondomwerbung (einer Firma, die Kondome in allen größen anbietet) oder einem Slogan für eine dubiose Firma, die Penisverlängerungen anbietet (falls es so was gibt). Aber egal, wir freuen uns, was danach kommt.
Jedoch wurde beim VSStÖ -Plenum gestern darüber diskutiert, ob der Slogan nicht sexistisch ist. Das Argument dafür war: Was sollten denn die rund 53% Frauen auf der Uni mit dieser Frage anfangen? Welche Antwort soll eine Studentin geben? Sind Studentinnen etwa nicht Zielgruppe der AG und werden die bewusst nicht angesprochen? Oder welchen Schluss soll man daraus ziehen?
Aus meiner Sicht ist der nette Versuch der AG, witzig zu sein, kläglich gescheitert und das spricht eigentlich eh für sich. Außerdem sagen ja Plakate auch einiges über die Kompetenz der jeweiligen Fraktion aus: Wenn man ein Plakat betrachtet, muss man sich ja die Frage stellen: Will ich, dass der Urheber dieses “Kunstwerkes” die ÖH führt? Eindeutige Antwort (von so ziemlich allen Menschen, mit denen ich geredet habe): Nein. Insofern versteht man jetzt vielleicht, warum ich anfangs geschrieben habe, dass Mehr >
Das Schicksal der Margarete H.
18. Apr
Mittwoch Nachmittag in Innsbruck: Ein Jubel geht durch die konservative Männerwelt im Lande des Andreas Hofer: 200 Jahre nach dem Sieg der Speckknödelmentalität über die Aufklärung auf militärischem Wege setzt sich dieselbe Mentalität erneut durch, diesmal gegen das Gesetz.
Was war passiert? Bei der Wahl zum Rektor der medizinischen Universität Innsbrucks hatte der Senat dem Unirat einen Dreiervorschlag vorgelegt – mit dabei der nun designierte Rektor Herbert Lochs und die bisherige Vizerektorin Margarete Hochleitner. Anders als vor zwei Jahren jedoch hatte der Senat keine Reihung vorgenommen und alle drei als gleich qualifiziert eingestuft.
Nun haben wir ja ein Gleichbehandlungsgesetz, das bei neuen Anstellungen von Bediensteten der Republik Österreich eine relativ klare Regel vorgibt. Nämlich: So lange eine deutliche Unterrepression von Frauen in einem Berufsfeld vorherrscht, ist Frauen der Vorzug zu geben. Und nachdem wir im Berufsfeld “Leiter/in einer Universität” eine Frauenquote von exakt 0% haben, müsste man denken, das wäre eine klare Sache.
Jetzt haben wir das Spiel aber ohne die ÖVP gemacht. Und die hat ziemlich klare Vorstellungen davon, wer in Tirol was wird. naja. Frau Hochleitner, die sehr viel im Bereich Gendermedizin geforscht und gelehrt hat und die man als politisch unabhängig einstufen kann, hat also neben ihrem fehlenden Y-Chromosom ein Mehr >