Der Blog des VSStÖ – Innsbruck
Beiträge getaggt mit unibrennt
Hardlinerin in Sachen Studiengebühren wird neue Wissenschaftsministerin
25. Jan
Es hätte wohl kaum schlimmer kommen können: Mit Beatrix Karl tritt eine echte Hardlinerin in Sachen Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren die Nachfolge von “Gio” Hahn an. Als überzeugte Kämpferin für Studiengebühren war es ihr sogar nicht zu blöd in der legendären Parlamentssitzung am 24.09.2008 eine Volksabstimmung zur Frage der Studiengebühren zu beantragen. Diese Tatsache lässt bereits erahnen mit welcher Vehemenz sie in ihrem neuen Amt als Wissenschaftsministerin für deren Wiedereinführung lobbyieren wird.
Ebenfalls erwähnenswert ist die Tatsache, dass die neue Ministerin maßgeblich an der UG-Novelle 2009 beteiligt war. Die Beschneidung der Rechte des einzigen demokratisch gewählten Organs der Universität, des Senats wurde von ihr als “zeitgemäße, unternehmensnahe Struktur” verkauft. Außerdem soll die Novelle “mehr Leistungsorientierung und Qualitätssicherung, sowie Bachelor Fitness für den Arbeitsmarkt bringen”.
Angesichts dieser Tatsachen ist eine dringend notwendige Kursänderung nicht zu erwarten, im Gegenteil, die neue Ministerin wird den eingeschlagenen neoliberalen Weg wohl viel stärker verfolgen als ihr Vorgänger Hahn. Auch die Riege der Gratulat_innen lässt nichts gutes vermuten: Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer waren die Ersten, die ihre Bestellung ausdrücklich begrüßt haben, offensichtlich in der Hoffnung den Einfluss der Wirtschaft auf die Unis noch weiter zu erhöhen.
Kein Wunder also, dass die Bestellung der neuen Wissenschaftsministerin von Seiten der Studierenden (mit Ausnahme Mehr >
ACHTUNG ZENSUR: ÖVP-AG wandelt auf Metternichs Spuren!
19. Nov
Eine der Kernaufgaben der Studienvertretungen ist zweifelsohne die Informationsweitergabe an die von ihr zu vertretenden Studierenden. Im Zeitalter der Technik sind Email-Aussendungen das Mittel der Wahl um Information schnell und problemlos weiterzuleiten. Wenn eine STV eine Email an „ihre“ Studierenden senden will läuft das in der Regel folgendermaßen ab: Die Mail wird an die ÖH-Exekutive (derzeit von der ÖVP-AG gestellt) geschickt mit der Bitte um Aussendung, diese leitet die betreffende Mail per VIS (Verwaltungs Informations System der UNI Innsbruck) an den entsprechenden Mailverteiler weiter und die Email muss dann noch von der Universität freigegeben werden.
Dieses komplizierte Verfahren hat bisher ohne größere Probleme funktioniert, bis letzte Woche einige STVen „ihre“ Studierenden über den aktuellen Stand der Protestbewegung, die u.a. die Sowi-Aula besetzt hält, informieren wollte. Keines dieser Emails ist bis heute bei den Empfänger_innen angekommen. Eine der betroffenen STVen erhielt auf Nachfrage die Antwort, dass diese weitergeleitet wurden und „erst von höchster Stelle abgesegnet werden müssen“. Die Nachforschungen seitens der STV ergaben jedoch ein völlig anderes Bild: Keine einzige Email wurde per VIS an den Univerteiler weitergeleitet. Davon abgesehen, dass diese Formulierung mit „höchster Stelle“ wohl bewusst das Rektorat diffamieren will ist die einzige „höchste Zensurbehörde“ die ÖH-Exekutive selbst.
Es ist einfach Mehr >