Der Blog des VSStÖ – Innsbruck
Unipress – wahrlich eine Qualitätszeitschrift
Vor drei Tagen, sprich am 15, flatterte die neue Unipress – Ausgabe zu mir in die Wohnung rein. Zwar zeigte sich eigentlich schon seit der Übernahme des letzten Redaktionsteams kurz nach der letzten ÖH – Wahl ein drastischer Qualitätsverlust, aber der neue Chefredakteur überrascht uns immer wieder mit gekonnter Qualitätsfreiheit. (Wir erinnern uns sicher an den “Kaiser – Franz erzählt die Geschichte der Uni” – Artikel, oder?)
Nun, die aktuelle Unipress hat die Latte wieder drastisch nach unten gesetzt. Wobei man sagen muss, es ist sehr schön, dass es wieder Referate gibt auf der ÖH. Nur, da in letzter Zeit die Hälfte der Artikel von Stv’s und Referaten geschrieben werden, fragen wir uns: Hat die Unipress noch Redakteuere?
Gut, wobei, man darf nicht so hart sein. Es wäre ja nicht so, als wäre alles schlecht, was da drin steht. Freilich, es steht nichts über aktuelle Entwicklungen an der Uni, es gibt keinen Artikel zum Nichtübersiedeln der Pädagogik, es steht nichts über das Fiasko an der Med und die Rektorenbestellung – ok. Aber: Einen Qualitätsartikel muss ich in Schutz nehmen.
Jetzt blättert mal auf Seite 13, denn da haut sich unsere Judith von der Rheno – Danubia ordentlich ins Zeug für uns.
Verteidigt Grundwerte der anständigen tiroler Gesellschaft.
Na gut, logisch, politisch etwas fragwürdig, gerade für uns, aber okay. Aber immerhin, sie bemüht sich. Was will man sagen, rein journalistisch betrachtet ist der Artikel doch ein Wahnsinn. Wie sie spielt mit den Stilelementen, gewaltig. Da soll noch jemand behaupten, die AG hätte keine guten Journalistinnen. Reißerisch, bissig, brutal, hart mit ihrem Gegner, und bei allem sogar noch humorvoll. Sehr sogar. Tränen habe ich gelacht an der Stelle, als sie uns versichert, sie könne denken.
Ok, mal im ernst: Wir haben uns geehrt gefühlt, dass rund ein dreiviertel Jahr, nachdem wir unsere “Faschismus ankreiden” – Kampagne beendet haben, plötzlich dieser Artikel kommt. Denn das beweist, dass unsere korporierten Freunde es in diesem dreiviertel Jahr nicht geschafft haben, unsere Texte zu diesem Thema zu lesen. Hätten sie es getan, wüssten sie, dass wir Burschenschafter meinen und nicht sie. Bei dem Folder zur Kampagne kommen wir kein einziges Mal auf Studentenverbindungen zu sprechen, auch wenn ich nicht bestreiten will, dass sie rechts sind. Und offenbar sehen sie es genau so, denn warum sollten sie sich sonst angesprochen fühlen, wenn für sie klar wäre, dass da nicht sie gemeint sind?
P.S.: Schön, liebe Judith, dass du bei zwei richtigen Antworten die Richtige gefunden hast.
P.S.2: Krieg ich auch eine Seite Uni – Press, um zu schreiben wie toll ich bin, liebe AG?
| Artikel drucken | Dieser Beitrag wurde von Muggi am 18. Januar 2009 um 21:32 veröffentlicht und unter Allgemein abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Du kannst eine Antwort schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Seite hinterlassen. |
